Dass ich erkenne
was die Welt
im Innersten
zusammenhält.
Johann Wolfgang von Goethe, Faust




Werner Völkel

geprüfter Astrologe TPA
(Michael Roscher)
Ausbildung zum Stundenastrologen
(Emil Schmidt)


Aus Naila in Oberfranken, wo ich aufgewachsen bin, ging ich nach dem Abitur nach Nürnberg.
Dort studierte ich Wirtschaftspädagogik mit Englisch und evangelischer Theologie. Besonders spannend fand ich das Fach Psychologie, in dem ich auch meine Diplomarbeit schrieb. Nach dem Referendariat blieb ich der Stadt Nürnberg treu, die mir eine Laufbahn als Lehrer und Fachbetreuer für Fremdsprachen an kaufmännischen Berufsschulen ermöglichte.

Astrologie 
war für mich bis zu meinem 30. Lebensjahr ein seltsamer Aberglaube.
Dann brachte eine schriftliche Horoskopdeutung mein bisheriges Weltbild in wohltuender Weise durcheinander und erweiterte meinen Horizont. Seitdem ist das individuelle Horoskop - ein Abbild des Himmels am Ort und zum Zeitpunkt der Geburt - meine erste Wahl, wenn ich etwas darüber aussagen möchte, wie ein Mensch tickt, was seine besonderen Bedürfnisse und Empfindlichkeiten sind, was ihn krank macht und woraus er Kraft schöpft. Als sehr entlastend empfand ich in diesem Zusammenhang auch, dass ich mich für meine vermeintlichen Widersprüchlichkeiten und "Macken" nicht mehr rechtfertigen musste, denn sie standen ja genau so in meinem Horoskop

Wie die meisten Astrologie-Neulinge verschlang ich alle verfügbaren Bücher und entwickelte einen enormen missionarischen Eifer, mit dem ich meinen Freundeskreis beglückte. Wer nicht bei drei auf dem Baum war, bekam eine Horoskopanalyse verpasst! Der Computer, mit dem ich bis Anfang der 1990er  noch gefremdelt hatte, wurde ein wichtiges Hilfsmittel, wovon auch mein Hauptberuf als Lehrer profitierte.

Es wäre wohl bei einem netten Hobby geblieben, wäre nicht ein Astrologe in mein Leben getreten, dessen Bücher mich schon damals am meisten begeisterten: Michael Roscher, der zu dieser Zeit sogar in Nürnberg wohnte und in seiner Schule für Transpersonale Astrologie (TPA) lehrte. Schnell war klar, dass ich die Ausbildung zum Berufsastrologen machen würde. Und fast genauso schnell kam mir die Idee, eine schriftliche Horoskopdeutung nach dem von Michael entwickelten Kybernetischen Deutungsmodell zu verfassen und zu programmieren. Michael war einverstanden. Und so tüftelte ich einige Jahre an diesem Projekt, bis zur Veröffentlichung der astrologischen Charakteranalyse Querverbindungen 1998. Diese kann jederzeit zu jedem Horoskop abgerufen werden. Und schon folgte das nächste Projekt: Für mich als Newcomer war es eine besondere Ehre, gemeinsam mit Michael Roscher im Jahr 2000 Das Buch der Häuserherrscher zu schreiben. Mein Programmier-Eifer flammte wieder auf, und so bekamen die Querverbindungen 2004 eine Schwester, die Transit-Jahresprognose Querverbindungen - das Jahr. Michael starb viel zu früh im Sommer 2005. Das Interesse an seinem Lebenswerk ist jedoch ungebrochen. In den Folgejahren hielt ich Abendkurse in Nürnberg und war als Gastreferent bei Brigitte Hamann und Christopher Weidner tätig, die auch in der Tradition der Transpersonalen Astrologie stehen und diese weiterentwickeln. Zu meinen Spezialgebieten, den Kritischen Graden und der Geburtszeitkorrektur, erschien 2008 bei Astronova mein Buch Kritische Grade in der Praxis.

Bei aller Faszination für die Methoden der Transpersonalen Astrologie hatte ich schon relativ früh das Gefühl, dass in meinen Beratungen etwas Wichtiges fehlte. Wenn es um ganz konkrete Entscheidungen ging, erwarteten meine Klientinnen und Klienten mehr Unterstützung von mir. Mithilfe der psychologischen Astrologie konnte ich zwar etwas über ihre Persönlichkeit und ihre aktuelle Zeitqualität aussagen, aber nicht ob jemand zum Beispiel besser im alten Job bleiben oder ein neues Arbeitsangebot annehmen sollte. Deshalb begann ich schon relativ früh, mich in die klassische Stundenastrologie einzuarbeiten, die wohl älteste Form der Astrologie. Auch dieser begegnete ich anfangs mit Skepsis und Vorsicht. Warum sollte ausgerechnet ein Horoskop auf den Zeitpunkt, zu dem jemand eine Frage stellt, Auskunft über die mögliche Antwort geben? Was ist, wenn ich mich irre? Entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen bekam ich nach den allermeisten stundenastrologischen Beratungen positive Rückmeldungen von den Kunden. Um Missverständnissen vorzubeugen betone ich immer, dass ich keine Hellseherei betreibe, sondern nach bestem Wissen und Gewissen ein astrologisches Gutachten erarbeite. Dessen Schlussfolgerungen können in die Entscheidungsfindung einfließen, und oft festigen sich durch die Deutung des Horoskops Einsichten, die innerlich ohnehin schon angelegt waren.

Auch in der Stundenastrologie gibt es viel Literatur mit zum Teil widersprüchlichen Regeln und Anleitungen. Deshalb war es mir sehr wichtig, von einem erfolgreichen Stundenastrologen zu lernen, der jahrzehntelange praktische Erfahrung sowohl in der Deutung als auch bei der Beratung hat. Mit Emil Schmidt habe ich 2021 einen solchen gefunden und dessen Ausbildung zum Stundenastrologen absolviert. Wir sind weiterhin im Kontakt, was ich als große Bereicherung empfinde.